Basketball

Seit kurzem habe ich wieder angefangen, regelmäßig Basketball zu spielen. Fast jede Schule hat hier einen Platz, auf dem man nachmittags oder am Wochenende spielen kann. Von unserem Nachbar habe ich einen Tipp bekommen, wo sogenannte Pick-up-Games (ein deutsches Wort dafür kenne ich nicht) gespielt werden. Das heißt, man geht hier einfach hin und spielt mit anderen zusammen. Ich kann zwar nicht mehr so gut spielen wie früher, aber meine Größe und die Tatsache, dass die Amerikaner durchschnittlich kleiner als die Deutschen sind, kommt mir hier zugute.

Dirk Nowitzki und wir

Damals, als ich noch Basketball in Leopoldshöhe im Verein gespielt habe, habe ich gedacht, und die meisten anderen auch, dass Basketball der Nationalsport in den USA sei. Das stimmt leider nicht. American Football und Baseball sind hier wesentlich populärer. Aber immerhin kommt Basketball an dritter Stelle. Und letzte Saison hat es sogar ein Deutscher, Dirk Nowitzki, geschafft, den von der NBA jährlich verliehenen Titel “Most Valuable Player” (Wertvollster Spieler) zu kriegen. Auch ansonsten ist Dirk Nowitzki hier, und besonders in Dallas, sehr beliebt. Er gilt auch als sehr genügsam, da er, wie es in den Zeitungen steht, letztens auf eine Gehaltserhöhung zu Gunsten anderer Spieler verzichtet hat und sich mit nur 19 Millionen pro Jahr zufrieden gibt.

Bei etlichen Gelegenheiten werde ich, weil ich Deutscher bin, beim Smalltalk auch auf Dirk Nowitzki angesprochen. Dann erwähne ich immer gerne, dass ich ihn letztes Jahr getroffen und sogar mit ihm geredet habe.

Insgesammt spielt Sport hier in den USA eine wesentlich wichtigere Rolle als in Deutschland und man findet viele Gelegenheiten, um alle möglichen Sportarten zu betreiben. Fast jede Bar hat hier einen Fernseher, auf dem nonstop Sport gezeigt wird. Ausserdem hat hier jede Uni fur die wichtigsten Sportarten ein offizielles Team, und die Leute, auch wenn sie nicht mehr studieren, interessieren sich auch tatsächlich für die Spielergebnisse.

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