Green Card und Visum

Nachdem wir 2008 die Idee hatten, in die USA zu ziehen, haben wir die Green Card für mich beantragt. Das war zwar erst nur eine vage Idee, wir wollten uns aber auf jedenfall die Möglichkeit dazu erschaffen. Denn ohne Green Card kann man nur in Ausnahmefällen, wenn einem zum Beispiel eine Firma ein spezielles Arbeitsvisum beschafft, in die USA einwandern. Die Green Card ist ein Einwanderungsvisum bei dem man uneingeschränktes Arbeits- und Wohnrecht in den USA hat.

Für die Beantragung der Green Card war jede Menge Papierkram zu erledigen. (Welche Formulare man braucht, erfährt man am besten auf den Internetseiten der Botschaft der USA, die man dort auch herunterladen kann.) Für den Bewerbungsprozess muss man eine Kontaktadresse in den USA haben, unter der man Briefe empfangen kann. Nachdem ich allerhand Formulare an das Generalkonsulat nach Frankfurt abgeschickt habe, musste ich dort noch für ein “Interview” und eine medizinische Untersuchung hinfahren. Da mein Termin um 7.00 Uhr war musste ich mich auch noch um ein Hotel kümmern. Die trauen nur ihrem eigenen Arzt, ein alter Mann, der bei der Augenuntersuchung nacheinander nur mit dem rechten und danach nur mit dem linken Auge vier Zahlen ablesen lässt. Zumindest testet er dabei ganz nebenbei das Gedächtnis, falls man mit dem einen Auge nicht mehr so richtig gucken kann. Außerdem wurde eine Blutprobe genommen. Das “Interview” bestand aus der Frage, wann Devon und ich geheiratet haben. “Äh …. , das steht doch in den Unterlagen …”. Das war’s. Alles in Allem hat mich die Green Card ca. 1500 € gekostet. Jedes Formular kostet eine Bearbeitungsgebühr, die Fahrt nach Frankfurt, Hotelunterkunft und die Arztuntersuchung bei dem alten Mann.

Von der Beantragung der Green Card bis zur Zusage 2009 hat es ca. ein halbes Jahr gedauert. Dann hat hat man 6 Monate Zeit, um in die USA einzureisen. Wir sind dann für einen Urlaub in die USA gereist und haben somit die Green Card aktiviert.

Wir wollte ja nicht sofort alles in Deutschland abbrechen um dann in den USA ohne Job zu wohnen. Da wir noch nicht 2 Jahre verheiratet waren habe ich leider nur eine auf zwei Jahre befristete Green Card bekommen. Nach dem Urlaub haben wir dann fast die ganzen 2 Jahre weiterhin in Deutschland gewohnt und sind zwischendurch nochmal zum Urlaub in die USA geflogen. Um die Green Card nicht zu verlieren durfte ich mich aber nie länger als 364 Tage am Stück außerhalb der USA aufhalten. Das habe ich dann auch ziemlich ausgereizt.

Als Inhaber einer Green Card ist man außerdem verpflichtet, jedes Jahr eine Steuererklärung in den USA einzureichen. Auch wenn man gar nicht in den USA wohnt oder kein Einkommen hat. In diesem Fall werden einem als Normalverdiener aber wenigstens keine Steuern von den USA eingezogen. Welche Unterlagen man dafür braucht, erfährt man am besten, wenn man in der Steuerabteilung beim Generalkonsulat in Frankfurt anruft.

Meine jetzige endgültige Einwanderung habe ich zeitlich so gelegt, dass ich exakt nach 364 Tagen in Deutschland in die USA eingereist bin. Ich hatte vorher in einem USA-Forum gelesen, dass einem der Grenzbeamte die Green Card wegnehmen könnte, da sie einem die Einwanderungsabsicht absprechen. Daher hatte ich mich schon auf eine Diskussion mit dem Grenzbeamten eingestellt. Er hat auch gefragt, wie lange ich außerhalb der USA war. Als ich ihm sagte, wie lange ich nicht mehr in den USA gewesen bin, hat er aber nur nur böse geguckt. Ganz kurz hatte ich aber einen kleinen Schreck, da ich dachte, er wollte meine Green Card einbehalten. Er hat irgendwas gemurmelt und ich habe nur verstanden “… must stay here” und er hat dabei mit seiner Hand auf meine Green Card getippt. Er sagte aber nur, ich soll in den USA bleiben und nicht in Deutschland. “O.k.”

Back in the Heart of Texas

We’re going home. Well, I’m going home. Sort of. I’ve never actually lived in Austin, but it’s one of those cities where I can just show up and feel at home. Berlin feels the same way. There are familiar places, familiar faces, and I can always come and go as I choose. I’ve stayed with various people in various neighborhoods in both cities and it was like living there temporarily. Going back always feels comfy, like putting on a favorite sweatshirt. And I often manage to borrow a bike.

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