Deutsche Auswanderer in Texas

Konny Reimann, der in den letzten Jahren nach Texas gezogen ist, ist wohl der berühmteste deutsche Auswanderer. Aber schon viel früher sind Deutsche nach Texas ausgewandert. Besonders zwischen der Mitte des 19. Jahrhunderts bis Anfang des 20. Jahrhunderts sind viele Deutsche nach Texas ausgewandert.

Angelockt von der Möglichkeit, billiges Land zu erwerben, um so in Texas ein besseres Leben als in Deutschland zu führen. Um die Einwanderung zu erleichtern wurde 1842 der “Verein deutscher Fürsten und Edelleute zum Schutze deutscher Einwanderer in Texas” gegründet.

Die deutschen Siedler haben auch ihre Kultur und Sprache mitgebracht. In Austin habe sie zum Beispiel 1858 eine deutsche Schule gegründet, die heute im Besitz der German-Texan Heritage Society ist und in der heute noch deutscher Sprachunterricht erteilt wird. Teilweise gibt es auch Deutschkurse an öffentlichen Schulen. Allerdings tun mir die Leute später Leid, die in der Schule Deutsch anstelle von Spanisch gewählt haben, da man hier mit Spanisch wesentlich mehr anfangen kann als mit Deutsch.

Wenn man durch Zentraltexas fährt sieht man noch mehr vom deutschen Einfluss. Es gibt Ortschaften wie Fredericksburg (benannt nach Friedrich dem Großen), New Braunfels, in dem jährlich das Wurstfest (in englisch auch Wurstfest genannt) im Stil des Münchner Oktoberfestes gefeiert wird, und weitere Orte mit deutschen Namen. In San Antonio gibt es das von Deutschen aufgebaute Gründerzeitviertel “King William District”, welches nach Kaiser Wilhelm benannt ist.

Wikipedia zufolge haben von den knapp 26 Millionen Texanern 11,3 % deutsche Vorfahren.

Seit einem Jahr kann man hier endlich auch das deutsche Nationalgericht essen: Döner. Zwei ehemalige Studenten der UT Austin aus Deutschland verkaufen hier jetzt den „Berlin Inspired Kebab“.

3 thoughts on “Deutsche Auswanderer in Texas

  1. Pingback: Germans in Texas | USA-Auswanderer — (Re)immigrants

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