Auto kaufen

Der Autokauf war schon fast ein kleines Abenteuer. Für mich war es das erste Auto und entsprechend wenig Ahnung hatte ich davon. Ich wusste noch nichtmal, was ich überhaupt für ein Auto haben wollte. Ich wusste nur, dass ich, um in den USA mobil zu sein, ein’s brauchte. Auf dem Foto ist der Laden zu sehen, wo ich dann am Ende unser Auto gekauft habe. Echt texanisch mit Jagdtrophäen an der Wand.
Autohändler in Texas Continue reading

Mein neuer Job

Nur wenige Tage nachdem ich Harry, unserem Gastgeber, gesagt habe, dass ich gerne in die Solarbranche einsteigen würde, war ich schon zu der Mitarbeiterbesprechung einer Solarfirma eingeladen worden. Ein Arbeitsvertrag war zu meiner Überraschung auch schon vorbereitet. Die Besprechung war ziemlich entspannt. Mit hochliegenden Füßen wird hier im Cowboystyle (Sonnenbrille, Kaugummi, Cowboystiefel, relaxte Haltung) über 100 000 $-Deals verhandelt. Ich glaub’ es wird mir Spaß machen, für diese Firma zu arbeiten.

Start in Austin

Unser Start hier war ziemlich gut. Wir haben 10 Tage als Haus- und Dogsitter in einem Nobelvorort von Austin gewohnt. Wir konnten deren Sachen Essen und hatten eine kostenlose Unterkunft. In dieser Zeit haben wir fast die ganze Nachbarschaft kennengelernt. Ein Nachbar lässt uns jetzt in seinem Gästehaus neben seinem Haupthaus kostenlos wohnen. Wir können auch seinen Pool benutzen, wann immer wir wollen, was wir aber noch nicht gemacht haben. Die Gastfreundschaft ist wirklich unübertrefflich. Continue reading

Umzug in die USA

Für Auswanderer stellt sich die Frage, was man alles in die USA mitnehmen soll. Wenn man seinen ganzen Haushalt in einem Container von Deutschland aus zu einem Seehafen in die USA transportieren lässt, kostet das ca. 3000 €. Außerdem muss man sich dann um die Abholung kümmern und schon einen Platz haben, wo man die Sachen hinbringt, oder eine Stellplatzgebühr für den Container bezahlen. Das kam für uns nicht in Frage. Wir haben lieber alle unsere Sachen in Deutschland verkauft und sind nur mit jeweils 3 Gepäckstücken in die USA geflogen. Jeder musste zum Flugticket noch 50 bis 100 € wegen des Mehrgepäcks zahlen. Eine weitere Kiste lassen wir uns per Post für 85 € nachschicken.

Elektrische Geräte

In den USA gibt es einen anderen Standard für die Elektrik. Die Spannung im Haushalt ist hier 110 Volt anstatt 230 Volt in Europa. Außerdem haben die Stecker eine andere Form. Von daher kann man die elektrischen Geräte aus Deutschland in den USA nicht nutzen, außer sie haben ein spezielles Netzteil oder einen eingebauten Akku. Laptops oder elektrische Zahnbürsten aus Deutschland zum Beispiel kann man in den USA problemlos nutzen. Man braucht dann nur einen Adapter wegen der unterschiedlichen Steckerform (ca. 8 €). Die unterschiedliche Spannung macht hierbei nichts aus.

Social Security Number

Um legal eine Arbeit in den USA aufnehmen zu können benötigt man eine Sozialversicherungsnummer (Social Security Number). Eigentlich habe ich die bei der Beantragung meiner Green Card mitbeantragt. Dafür gab es auf dem Formular extra ein Kästchen zum Ankreuzen. Ich habe aber trotzdem keine bekommen, weshalb ich dann ohne Sozialversicherungsnummer in die USA eingereist bin. Im Internet kann man sich ein Formular für den Antrag einer Sozialversicherungsnummer herunterladen, welches man ausgefüllt persönlich beim Amt abgeben muss. Damit bin ich dann mit meiner Green Card und meinem Reisepass zum Amt gegangen. Einige Tage später habe ich die Sozialversicherungsnummer zugeschickt bekommen.

Krankenversicherung

Bevor man in ein anderes Land auswandert, sollte man sich Gedanken über eine Krankenversicherung machen. Einige deutsche Krankenversicherungen bieten spezielle Versicherungen für den Auslandsaufenthalt an. Jedoch sollte man sich die Bedingungen genau angucken.

Wenn man die Versicherungsgesellschaften anruft, sollte man sich nicht von den Verkäufern nicht das Blaue vom Himmel versprechen lassen. Abschließen und bezahlen kann man die Versicherung immer. Jedoch ist es fraglich, ob die Versicherung im Krankheitsfall dann auch zahlt. Bei den meisten Versicherungsgesellschaften ist man nämlich nur als Reisender im Ausland versichert. Wenn man sich aber in einem anderen Land niederlässt, ist man kein Reisender mehr. Also ist man mit so einer Versicherung dann überhaupt nicht krankenversichert. Wahrscheinlich würden kleinere Beträge trotzdem übernommen werden. Was aber, wenn die Krankheit ein kleines Vermögen kostet? Und genau für so einen Fall braucht man ja die Versicherung. Dann möchte ich die Versicherung sehen, die nicht genau prüft, ob sie überhaupt verpflichtet ist zu zahlen. In einem separaten Post habe ich meine kleine Geschichte mit einer Deutschen Krankenversicherung für die USA berichtet. (Post: Der Versuch, eine Krankenversicherung als Auswanderer abzuschliessen)

Wir haben uns dann für eine amerikanische Versicherung entschieden. Die kostet für uns beide zusammen 150 $ pro Monat und hat eine Selbstbeteiligung von 10.000 $. Das war das billigste, was wir gefunden haben.

Der Versuch, eine Krankenversicherung als Auswanderer abzuschließen

Da wir eine Krankenversicherung für die USA haben wollten, habe ich eine Auslandsversicherung beim ADAC abgeschlossen. Das ging ganz einfach über Telefon. Am Telefon habe ich wegen des scheinbar guten Preises für die Auslandsversicherung sogar noch gefragt: „Wo ist der Haken, das klingt einfach zu gut?“. „Da gibt’s keinen Haken, unsere Versicherung ist einfach so gut.“ Die Versicherungstante hat mir noch einige Vorzüge dieser Versicherung für unseren Fall als Auswanderer aufgezählt. Klang alles sehr gut. Das Geld für die zwei Jahre im Voraus war auch sofort abgebucht, obwohl es noch mehr als 6 Wochen bis zur Ausreise aus Deutschland waren. Das war meine erste Überraschung, denn ich dachte, dass man noch etwas zugeschickt bekommt, das man noch unterschreiben muss. Nee, muss man nicht. Continue reading

Green Card und Visum

Nachdem wir 2008 die Idee hatten, in die USA zu ziehen, haben wir die Green Card für mich beantragt. Das war zwar erst nur eine vage Idee, wir wollten uns aber auf jedenfall die Möglichkeit dazu erschaffen. Denn ohne Green Card kann man nur in Ausnahmefällen, wenn einem zum Beispiel eine Firma ein spezielles Arbeitsvisum beschafft, in die USA einwandern. Die Green Card ist ein Einwanderungsvisum bei dem man uneingeschränktes Arbeits- und Wohnrecht in den USA hat.

Für die Beantragung der Green Card war jede Menge Papierkram zu erledigen. (Welche Formulare man braucht, erfährt man am besten auf den Internetseiten der Botschaft der USA, die man dort auch herunterladen kann.) Für den Bewerbungsprozess muss man eine Kontaktadresse in den USA haben, unter der man Briefe empfangen kann. Nachdem ich allerhand Formulare an das Generalkonsulat nach Frankfurt abgeschickt habe, musste ich dort noch für ein “Interview” und eine medizinische Untersuchung hinfahren. Da mein Termin um 7.00 Uhr war musste ich mich auch noch um ein Hotel kümmern. Die trauen nur ihrem eigenen Arzt, ein alter Mann, der bei der Augenuntersuchung nacheinander nur mit dem rechten und danach nur mit dem linken Auge vier Zahlen ablesen lässt. Zumindest testet er dabei ganz nebenbei das Gedächtnis, falls man mit dem einen Auge nicht mehr so richtig gucken kann. Außerdem wurde eine Blutprobe genommen. Das “Interview” bestand aus der Frage, wann Devon und ich geheiratet haben. “Äh …. , das steht doch in den Unterlagen …”. Das war’s. Alles in Allem hat mich die Green Card ca. 1500 € gekostet. Jedes Formular kostet eine Bearbeitungsgebühr, die Fahrt nach Frankfurt, Hotelunterkunft und die Arztuntersuchung bei dem alten Mann.

Von der Beantragung der Green Card bis zur Zusage 2009 hat es ca. ein halbes Jahr gedauert. Dann hat hat man 6 Monate Zeit, um in die USA einzureisen. Wir sind dann für einen Urlaub in die USA gereist und haben somit die Green Card aktiviert.

Wir wollte ja nicht sofort alles in Deutschland abbrechen um dann in den USA ohne Job zu wohnen. Da wir noch nicht 2 Jahre verheiratet waren habe ich leider nur eine auf zwei Jahre befristete Green Card bekommen. Nach dem Urlaub haben wir dann fast die ganzen 2 Jahre weiterhin in Deutschland gewohnt und sind zwischendurch nochmal zum Urlaub in die USA geflogen. Um die Green Card nicht zu verlieren durfte ich mich aber nie länger als 364 Tage am Stück außerhalb der USA aufhalten. Das habe ich dann auch ziemlich ausgereizt.

Als Inhaber einer Green Card ist man außerdem verpflichtet, jedes Jahr eine Steuererklärung in den USA einzureichen. Auch wenn man gar nicht in den USA wohnt oder kein Einkommen hat. In diesem Fall werden einem als Normalverdiener aber wenigstens keine Steuern von den USA eingezogen. Welche Unterlagen man dafür braucht, erfährt man am besten, wenn man in der Steuerabteilung beim Generalkonsulat in Frankfurt anruft.

Meine jetzige endgültige Einwanderung habe ich zeitlich so gelegt, dass ich exakt nach 364 Tagen in Deutschland in die USA eingereist bin. Ich hatte vorher in einem USA-Forum gelesen, dass einem der Grenzbeamte die Green Card wegnehmen könnte, da sie einem die Einwanderungsabsicht absprechen. Daher hatte ich mich schon auf eine Diskussion mit dem Grenzbeamten eingestellt. Er hat auch gefragt, wie lange ich außerhalb der USA war. Als ich ihm sagte, wie lange ich nicht mehr in den USA gewesen bin, hat er aber nur nur böse geguckt. Ganz kurz hatte ich aber einen kleinen Schreck, da ich dachte, er wollte meine Green Card einbehalten. Er hat irgendwas gemurmelt und ich habe nur verstanden “… must stay here” und er hat dabei mit seiner Hand auf meine Green Card getippt. Er sagte aber nur, ich soll in den USA bleiben und nicht in Deutschland. “O.k.”